"...sometimes UPS like to use amplifiers as footballs!", schreibt mir Tony aus England, der bei eBay meinen Gitarrenverstärker ersteigert hat, und ich stelle mir gerade bildlich vor, wie der braun gekleidete UPS-Mann aus der Fernsehwerbung ("Hallooo-hooo!") meinen 25 kg schweren Verstärker durchs Tor dribbelt. Alternativen? Fed-Ex scheinen kleptomanisch veranlagt, die kidnappen schonmal Pizzaboten auf Motorrollern, wenn ihnen danach ist. Heinz-Harald hat seinen Job bei der gelben Post aufgegeben, fuhr wie eine Wildsau und durfte sowieso nur 20 kg heben. Hermes, der schnelle Götterbote, meidet englischen Linksverkehr. Also wer bringt nun das Teil nach Birmingham? German Parcel vielleicht. Tony sagt : "Hopefully german postal are not footballers!"
Ich bin verliebt! Lange Zeit schien es, alles könnte ich mir nicht wirklich klar darüber werden. Interesse war schon da, doch in gewissen Punkten mangelte es an festen Absichten und der Voraussetzung, alles geben zu können, zu wollen und für diese Affäre einzusetzen. Doch inzwischen ist mir bewußt geworden, wie sehr ich es will. Und scheinbar beruht unser Interesse auf Gegenseitigkeit. Erste Kontakte waren da, bisher leider nur online, doch ich spürte förmlich ein Knistern zwischen uns. Wir haben uns auf Anhieb super verstanden, gerade so, als kannten wir uns schon lange Zeit vorher. Alle anderen sind mir nun egal geworden, auch wenn das oberflächlich klingen mag. Sie paßten einfach nicht zu mir, ich bin da realistisch. Doch dieses eine, ja, das liebe ich wirklich!
Marktstudien belegen ja meist nur eins, nämlich, daß Marktstudien meist überhaupt gar nichts belegen. Aktuelles Beispiel : Im Auftrag der Firma Apple hat eine Studie herausgefunden, daß Mac-User die bessere Bildung und ein höheres Einkommen haben als PC-User. Die Randgruppe der Apple-User wird dieses Ergebnis freuen und sicherlich Anlaß sein, mal wieder liebevoll über die Rundungen ihres iMacs zu streicheln, falls sie nicht schon längst Feierabend gemacht haben und gerade zu Hause den Rasen mähen. Ich für meinen Teil werde mir nun die Konvertierten-Seite ausdrucken und Studien betreiben gehen, wer von den Vieren am cleversten ist : Pommes, Ketchup, Mayo oder die Schale. Das schöne an Klischeés ist doch, daß es Klischeés sind.
"eBay übertrifft Gewinnprognose", na Wahnsinn! Lange Zeit schon hab ich mich gefragt, wie es möglich ist, jeden Tag für weltweit 5 Millionen Artikel erst die Einstellgebühr zu kassieren, eine Woche später die nicht zu knappe Provision beiseite zu schaffen und trotzdem finanziell kein Land zu sehen. Wo zum Geier lassen die bloß die ganzen Kohlen?! Die eBay-Aktien dümpeln schon seit Monaten im Bereich zwischen Pedro de la Rosa und Heinz-Harald Frentzen, wobei gerade letzterer inzwischen als Götterbote der Deutschen Post abgelöst wurde : Von Online-Aktionären! Jetzt sorgt nämlich sojemand wie rabenmama2 (420), grüner Stern, oder dolphin141 (33), gelber Stern, dafür, daß die Kasse ordentlich klingelt. Und wer hat zwei gute Aktientipps?
Für gestern war er angekündigt, der offizielle 1. Juli-Konsumverzicht gegen versteckte Euroumstellungen. Bei mir im Supermarkt nebenan waren trotzdem beide Kassen besetzt, und ich wurde den leisen Eindruck nicht los, daß selbst Schreinemakers Bulimie-Show ihrerzeit erfolgreicher war als dieser Hungerstreik, als ich mit meinen Lebensmitteln unterm Arm den Laden verließ. Eigentlich hatte ich mir ja vorgenommen, die Aktion zu unterstützen, doch bereits das erste Magenknurren gegen 11 Uhr erinnerte mich frühzeitig daran, daß mit solchen Dingen wie Skorbut nicht zu spaßen ist. Vielleicht war das inkonsequent, aber dennoch absolut notwendig, denn somit war wenigstens einer gestern ganz offiziell unterwegs im Auftrag ewiger Jugend und Glückseligkeit.
Spinnen mochte ich noch nie besonders gern. Filme mit blöden Dialogen mag ich selten besonders gern. Comics sind doof. Beste Voraussetzungen, um die 7,50 EUR zurück ins Portemonaie zu stecken, dem Typ hinter der Kasse einen Finger zu zeigen und den Platz im Kino freizumachen für jemanden, der evtl. Spaß an Spiderman gehabt hätte. Doch ich Depp hab schon bei Punkt 1 auf der Liste versagt, als ich seinerzeit mit freudigen Erwartungen an der Kinokasse stand. Gut, man hätte dieses Geld besser investiert, hätte man damit beispielsweise 75 gammelige Kaugummis aus dem Automaten gezogen oder einem Straßenmusiker zu einer warmen Mahlzeit verholfen... - Oder Insektenspray, verdammt, sowas kann man doch immer gebrauchen!
Das Dasein von Viva-Moderatoren hat sich mir bis heute nicht erschlossen. Während in den letzten Jahren im "richtigen Fernsehen" all die netten Ansagerinnen verschwunden sind, die schon im Vorfeld des Krimis ständig versuchten, den Gärtner zu decken oder uns mental darauf vorbereiteten, daß James Bond in den nächsten 140 Minuten die Welt retten würde, haben die Musiksender fleißig aufgestockt, was überflüssiges Personal angeht. Seit der Zeit, als die wundervolle Heike Makatsch vom Viva-Sofa in den Kinosessel wechselte, hat sich die Bedeutung von "Smalltalk" zu einem Begriff dafür gewandelt, meist unwichtige Dinge möglichst undeutlich auszusprechen. Doch wer meint, all die "Äh's" und "Hm's" stünden für eine dreckige Sprachkultur, sollte dies lesen!
Hätte schlechter Service eine Farbe, wäre er ganz bestimmt magenta, doch ein Schelm, wer böses dabei denkt! Magenta ist in erster Linie eine der Grundfarben des Vierfarbdrucks (CMYK), in zweiter Linie streng auffälliges Merkmal kleiner Seitenschweine und in dritter Linie eine unter dem Pseudonym "Rosa" bekannt gewordene Domina der Kommunikationsbranche, deren bester Freund § 3 MarkenG (Als Marke schutzfähige Zeichen) soeben vorm Landgericht Köln versagt hat. Was war passiert? Nun, Rosa wollte ihre Hausfarbe gerne komplett für sich schützen, was die weisen Damen und Herren des LG Köln erfolgreich zu verhindern vermochten. Ein Toast aufs Landgericht, und wem das alles ein wenig tele-komisch vorkommt, der möge bitte hier weiterlesen!
Abertausende von Lemmingen ertrinken alle paar Jahre jämmerlich in den Fluten, weil wahrscheinlich immer einer dabei ist, der zur Erfrischung baden geht und den anderen zuruft : "Toll hier im Wasser!", was diese verstehen als "Da vorne schwimmt Sasha!"... - So oder ähnlich scheint es auch mit dem wohl am häufigsten zu lesenden Zitat auf privaten Webseiten gewesen sein : "Mit Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man blabla Link verantwortlich etc.". Google findet diesen Text auf etwa 44.000 Webseiten, obwohl er absolut überflüssig ist, da besagtes Urteil nie in Kraft getreten ist. Um diese Seuche auszurotten, gibt's hier zur Aufklärung mal ein paar Links, von denen ich mich natürlich vollkommen distanziere : [1], [2], [3]
EinsLive, unser aller Lieblingsradio, hat einen "Relaunch" gemacht, wie man in der Fachsprache sagt, was bedeutet, sie haben ihre Webseite überarbeiten lassen. Das Ergebnis ist eine Mischung aus Mondrian mit Sonnenbrille und dem Überrest meines Wasserfarbkastens aus der 5. Klasse, würd ich meinen. Selbst Leute mit Rot-Grün-Schwäche könnten bei so mancher Unterseite in Ekstase geraten, sollte man sie zu nah vor den Monitor schieben. Liebe EinsLive-Leute, sind diese Farben bewußt so gewählt worden, oder hatte Euer Grafiker nach seiner Arbeit am Laptop einfach keine Möglichkeit mehr, die Optik auf einem Monitor zu überprüfen? Andererseits sind die Farben auch nur so dezent daneben, daß es schon wieder interessant aussieht. Respekt!