Eben hab ich seit langem mal wieder die Server-Logfiles für diese Webseite ausgewertet und hätte mich beinahe am Kaffee verschluckt, als ich sah, mit welchen Suchwörtern manche Leute über Google hier gelandet sind: 1. Metzelder nackt (wo?!), 2. Britney fast nackt (tolle Vorstellung!), 3. Hamm-Brücher nackt (Hilfe, bitte nicht!), 4. Text der japanischen Nationalhymne (ach, die haben eine Hymne?), 5. Blutspenden Haschisch (gibt's beim Roten Kreuz neuerdings was zum Rauchen?), 6. Macht Lakritz impotent? (nur, wenn Nutella dumm macht), 7. Nutella dumm (D'OH!), 8. Rosa Domina (Damit war doch sicherlich nicht die Telekom gemeint?) und 9. peinliche Momente Britney (oh nein, das beziehe ich NICHT auf den Britney-Kalender 2002 an meiner Wand!)
Diese Seite hatte nie den Anspruch, genauso oft und regelmäßig neue Einträge zu erhalten wie etwa ein Tagebuch im Netz, sondern immer nur dann, wenn der Autor willig genug ist, sein Schweinchen zu füttern. In letzter Zeit mußte der kleine Frischling leider manchmal hungern, und damit der treue Leser sich nicht wundert und fragt, ob der Autor etwa nach Timbuktu ausgewandert ist oder im Himalaya Bergziegen züchtet, kommt hier die Info dazu, was mich zur Zeit und auch in den nächsten Monaten ein bißchen vom Schreiben abhält und -halten könnte: dieser Film nämlich. Die Dreharbeiten sind fast abgeschlossen, doch die Postproduktion wird noch sehr viel Zeit und Arbeit in Anspruch nehmen. Als Vorgeschmack gibt's für Euch bereits den ersten Teaser-Trailer.
Eben beim Frisör: fünf farbige Kinder sitzen in der Warteschlange und schauen wortlos zu, wie mir die Haare geschnitten werden. Sie saßen dort, guckten, kicherten. Ich hätte ihnen gerne ein paar Zeitschriften in die Hand gedrückt ("Lest das!"), aber was soll ein 5-jähriger mit dem Focus? Somit fühlte ich mich als Stargast in einer Talkshow, der von der tuschelnden Menge begafft wird. Allerdings war Hans "Frisör" Meiser ein Türke und sprach nur sehr holprig deutsch. Wir mußten also nicht über das Wetter reden, wenigstens diesen Vorteil hatte die Situation. Und hätte Hans mir mit einem Stäbchen die Ohrenhaare weggebrannt, wie er es beim letzten Mal tat, wären die Kinder sicherlich kichernd vom Stuhl gekippt. Wer braucht einen Zirkus, wenn es türkische Frisöre gibt?
Immer dann, wenn ich unter dem Schreibtisch knie und versuche, blindlings Ordnung in das Elektro- gewusel da unten zu bekommen, immer dann, wenn ich den Scanner zwar mit Strom versorgt habe, doch eigentlich nur mein Handyladegerät einstecken wollte, und immer dann, wenn ich die Vorteile einer Kerze im Dunkeln mit dem Nachteil brennender Computerteile vergleiche, ja immer GENAU dann überlege ich, wie naiv diese Leute damals wohl waren, die sich ihrerzeit ausgedacht haben, daß Strom aus einer in die Wand ein- gemauerten Schweinenase kommen soll. Warum zum Geier sind Steck- dosen so kompliziert gemacht, daß man sie ganz bestimmt nicht im Dunkeln trifft? Dabei könnte doch alles so einfach sein, sprach das Männlein zum Weiblein.
Ich hatte soeben den besten Döner meines bisherigen Lebens, und wißt Ihr, warum? Weil ich es endlich geschafft habe, bei der Bestellung daran zu denken, diesen widerlichen Weißkrautkohl-Salat abzubestellen. Mein Leben lang hab ich Döner mit Weißkohlkraut gegessen, und jetzt plötzlich sowas! Erstaunlich, wie das Blatt sich wenden kann, wenn man mal für eine kurze Sekunde innehält und sich klarmacht, wer hier als Sieger vom Platz gehen soll. Tja, und diesmal hab ich dem Dönermann gezeigt, wo der Hammer hängt! Im richtigen Moment angetäuscht und seitlich weggeduckt, schon war ich derjenige im Turnier, der den einzigen Döner ohne Kohlkrautzeugs erwischt hat. Aber noch ist nichts gewonnen, denn es warten noch viele Gegner auf mich: www.doener365.de.
Mein Klingelschild an der Haustür ist verrutscht, hab ich neulich mal wieder festgestellt. Kennt Ihr das Gefühl, seine eigene Telefonnummer zu vergessen, weil man sich so selten selbst anruft? So ähnlich ergeht es mir mit dem Klingelschild: Da ich so selten bei mir selbst anklingle, bin ich jedesmal aufs neue überrascht, wenn ich feststelle, daß das Ding im Grunde kaum noch lesbar ist. Aus Langeweile oder vollkommen betrunken überlegt man sich dann, ob welche Vor- und Nachteile, es bringt, daß man quasi inkognito wohnt. Mein nüchternes Ergebnis: Freunde und Bekannte finden auch ohne Klingelschild den richtigen Knopf, alle anderen sind Postboten oder von der GEZ. Und da ich schon seit Tagen auf ein eiliges Paket warte, werd ich das blöde Schild jetzt mal dezent richten.
Bald ist's soweit. Die Zeit, in der ich jeden Tag frisch gerösteten und wohlig gekochten Kaffee mit entzückend anmutender Krone aus liebevoll aufgeschäumter Milch (von der herzlichen Prise Kakao obendrauf will ich gar nicht reden) genießen darf, nähert sich dem Ende, und ich mache mir Sorgen, was meinen weiteren koffeinierten Werdegang betrifft. Empirische Studien belegten bereits mehrfach, daß ein in der Maschine zurückgelassener Filter in konventionellen Maschinen bei Raumtemperatur bereits nach 2 Wochen ein drastisches Eigenleben entwickelt. Gib ihnen weitere zwei Wochen, und sie laufen wild durch- einander, wenn man die Maschine öffnet. Meine Kaffeemaschine stand nun etwa 5 Monate (!) lang still. Hoffentlich war es nur ein Traum!
"Standin' in line to see the show tonite and there's a light on, heavy glow..." - seit Wochen schon verfolgt mich dieses Lied. Der moderne Ohrwurm kommt ja heutzutage nicht mehr einfach nur von Kollegen dahergepfiffen, sondern wird einem ekelhaft aufdringlich in der Heavy Rotation irgendeines Spartenradios, das garantiert immer irgendwo düdelt (im Supermarkt nebenan spielen sie weiterhin Schlager, so daß im Winter schnell die Gefahr besteht, sich zu erkälten, wenn man mit nassen Ohren aus dem Laden kommt), ins bereits vorgewärmte Trommelfell gedrückt. Augen kann man schließen, um Reize von außen zu unterbinden, aber warum eigentlich Ohren nicht? Doch, ich mag Red Hot Chili Peppers als Wattestäbchen, and Dani the girl is singing songs to me!
"Ich sitze im Flieger und... bin nicht allein. Nein, es scheint viele Menschen zu geben die den Schritt gehen - ich bin KEIN Held, oder wir sind alle Helden." - Diese ersten Worte aus der Rundmail eines Bekannten, den es für ein halbes Jahr nach Australien verschlagen hat, lassen mich aufhorchen. Australien, am anderen Ende der Welt. So weit weg und doch irgendwie direkt nebenan, aus der Sicht des Internets betrachtet. Aus irgendeinem Grund faszinieren mich die Worte da oben. Aber das liegt wahrscheinlich daran, daß mich das Leben zur Zeit generell fasziniert. An manchen Tagen kann man es kaum abwarten, und trotzdem darf es niemals zu schnell gehen. Ich bin gespannt auf morgen. Und auf übermorgen. Über- Übermorgen? Ein zu langes Wort.
Anmoderation eines kleinen Rückblicks: "Vor 6 Monaten erblickte diese Seite das Licht der Welt". Huch, das hätte man aber schöner sagen können. Dennoch, was ist in diesem halben Jahr passiert? 1. Der flitzende Chinese hat mir bis heute kein Chop-Suey gemacht. Das ist hart, aber ich kann's ihm verzeihen. 2. Meteodata hat mir bis heute keine Abmahnung geschickt. Feige? 3. Ich wurde leider nicht Fußballtrainer der Damenmannschaft des SV Benteler. Ganz bestimmt war der Bus(fahrer) schuld! 4. Die Zahl der Webseiten mit dem Spruch des Landgerichts Hamburg hat sich auf etwa 52.000 erhöht. So viele irren! 5. Ich will weiterhin fliegen und bin weiterhin verliebt! Und für die nächsten 6 Monate wünsch ich mir Spannung, Spiel und Schokolade!