Im Vorbeigehen im Teeregal gesehen: Oma Martha's Darjeeling*. Klar, als Verbraucher lassen wir uns gerne von Hausmacher-Rezepten blenden und kaufen Kuchen aus schönen Fabriken, in denen hundert Mamas bei offenem Fenster und 60er-Swing liebevoll den Teig kneten, bevor er mit etwas Rum veredelt in alten Gasöfen gebacken wird ("Plazenta-Effekt"). Aber bitte, ein Darjeeling-Tee? Oma Martha wirkt auf den ersten Blick nicht unbedingt so, als hätte sie die Karawanenstraße bei Tibet erkundet, um bengalisches Kraut im Himalaya zu züchten. Eher hat sie das Zeug ganz hinten im Teeladen entdeckt und betreibt nun hausgemachte Produktpiraterie mit eigenem Businessplan.
* Name inkl. Deppenapostroph' von der Redaktion geändert.
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